Das Opfer / Die Nette / Die Helferin

 
Das Opfer möchte in erster Linie gebraucht werden, deswegen handelt es so. Machen Sie ihm klar, dass jeder für sein Handeln und Tun selbst verantwortlich ist. Durch Sätze wie, „Mach doch, ist deine Entscheidung“, oder, „Ich seh das zwar anders, aber wenn du das von dir selber glaubst...“, geben Sie dem Opfer die Verantwortung für sich selbst zurück. Die Sache mit Humor anzugehen kann ebenfalls hilfreich sein - „Wenn ich es jetzt nicht mache, wie lange muss ich dann dafür büßen?“.

Stehen Sie zu ihren Gefühlen, auch wenn dabei andere verletzt werden könnten, anders haben sie gegen die „Netten“ keinerlei Chance. Leicht ist es nicht, da auf solch eine Abfuhr meist Tränen und/oder völlige Verwunderung folgen. Das sollte man jedoch dann auch aushalten können - „Mir wird das zu viel, dass du dich dauernd entschuldigst, oder meinst, mir was schenken zu müssen. Lass es einfach sein!“.

Den Helfer werden Sie am besten mit liebevoller Ironie los - „Was würde ich nur ohne dich machen?“ - „Ich kann das Problem auch alleine lösen, aber danke, dass du dir Gedanken machst!“ - „Auch wenn du es gut meinst, das hilft mir nicht weiter!“

 Die Kontrollette / Der Bestrafer

 
Lassen Sie sich durch die Ängste der Kontrollette nicht verärgern. Reagieren Sie ruhig. Mit Ansagen wie: „Wann hast du denn mit einer Antwort gerechnet?“, oder -  „Manchmal ändern Menschen auch ihre Meinung.“, setzen Sie freundlich und klar Grenzen, ohne die Kontrollette noch mehr zu verunsichern.

Dem Bestrafer liegt viel an der Beziehung und er möchte sie natürlich auch bewahren. Daher kann man sich meist auch sicher sein, dass er seine Drohung nicht in die Tat umsetzen wird. Sie und der Bestrafer müssen sich der Angst, verlassen zu werden stellen. Beziehen Sie klar Stellung: „Ich hoffe, du magst mich auch noch, wenn ich das jetzt mache, denn ich werde es auf jeden Fall tun!“

Der Vergleicher / Die Enttäuschte / Die Pantomime

 
Sparen Sie sich Diskussionen mit dem Vergleicher. Genau so gut könnten Sie auch mit Ihrer Wand debattieren. Gegen ihn kommt man lediglich mit frechen und leicht unverschämten Antworten an: „Ich weiß, ich bin eine einzige Naturkatastrophe.“,  „Wer soll denn dieser 'man' sein?“. Ironie und Sarkasmus sind in diesem Fall die besten Waffen.

Bei den Enttäuschten hilft leider nur die Kapitulation. „Mehr kann ich nicht machen.“ -  „Was wünschst du dir denn? Ich kann doch keine Gedanken lesen.“, sind da ganz hilfreiche Argumente. Ein weiterer möglicher Weg wäre, die Enttäuschte mit einzubeziehen: „Hilf mir bitte dabei, dich nicht noch mehr zu enttäuschen.“

Bei den Pantomimen ist es hilfreich, dessen Verhalten auf humorvolle Art zu spiegeln. Übertreiben Sie, wenn Sie seine Gestik und Mimik nachahmen. Ebenso können Sie auf die Knie fallen: „Bitte verzeihe mir!“. Es kann jedoch auch sein, dass die Zeit für Scherze vorüber ist, dann hilft nur noch, offen und ehrlich mit ihm darüber zu sprechen, was sein Verhalten bei Ihnen auslöst. Bei diesem Gespräch sollte auch er seine Gefühle äußern -  „Warum siehst du mich seit unserem Streit nicht mehr an? Bestrafst du mich?“. Ein weiterer Weg wäre, konsequentes, aber freundliches Nachhaken. „Was meinst du denn mit 'ach ja' genau?“.