Tipps
In der Partnerschaft ist es wichtig, sich und den Partner zu achten und seine Bedürfnisse offen zu äußern, so dass die wichtigsten Bedürfnisse geteilt und wahrgenommen werden können. Jeder von ihnen kann aber auch zulassen, dass bestimmte Bedürfnisse nicht geteilt, oder das diese ohne den anderen erfüllt werden. Ebenso ist es wichtig, dass Gedanken und Gefühle dem anderen offen dargestellt werden, auch wenn dieser dann traurig oder enttäuscht ist. Nach Kompromissen müssen beide suchen, denn nur so lässt sich die eigene Sicht bei Konflikten darstellen.
 
Eine Beziehung sollte als eine Art „Spiel“ gesehen werden. Beide Partner sollten bemüht sein, äußeres sowie inneres zu wahren und zu pflegen, denn nur so geht es dem anderen gut und er fühlt sich in der Partnerschaft geborgen. Sobald sich die Ziele beider Partner nicht mehr vereinbaren lassen, sollte eine Trennung in Betracht gezogen werden, anstatt den anderen verändern zu wollen. In einer Partnerschaft darf man auch das Recht haben, den anderen negativ zu sehen und wütend auf ihn zu sein, ohne ihn in seiner Rolle zu benachteiligen. Gefühle sollten und müssen offen angesprochen werden und getroffene Absprachen, die während der Beziehung geäussert wurden, eingehalten werden.
 
Beide Partner sollen ihre Beziehung als eine Art Projekt sehen, für welches sie sich verpflichtet haben. Die Investition von Zeit und Energie sollte gegeben sein, um zu schauen ob beide noch immer dasselbe Ziel verfolgen. Durch äußere Einflüsse, wie ein neuer Arbeitsplatz, Kinder, Umzug, Hobbys usw., können wir gezwungen sein, unsere Ziele zu ändern und neue Kompromisse aus zu handeln.
 
Nachfolgende Tipps sind die Zutaten einer erfolgreichen und glücklichen Beziehung:
 
Humor und Lachen:
 
Absolut wichtig! Positive Erfahrungen stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl und den Wunsch, mehr Zeit mit dem anderen verbringen zu wollen. Gemeinsames Lachen wirkt entspannend und entschärft Konflikte.
 
Akzeptanz:
 
Ein großes Risiko ist es, den Partner zu Beginn bzw. während der Partnerschaft verändern zu wollen. Jeder ist von sich überzeugt, so in Ordnung zu sein, wie er ist. Keiner muss und soll sich für den anderen ändern, denn man will schließlich so geliebt werden, wie Mutter Natur ihn erschaffen hat. Während einer Beziehung zeigen wir vermehrt Schwächen, können aber wenig bis keine Fehler zugeben! Daher ist es wichtig einen Partner zu wählen, der nicht nur zu uns passt, sondern auch die wichtigsten Bedürfnisse und Erwartungen erfüllen kann. Mit unerfüllten Erwartungen sollten wir leben lernen. Wir müssen akzeptieren, dass der Partner, mit dem wir unser Leben verbringen wollen andere Vorstellungen, Ansichten, Fähigkeiten und Wünsche hat als wir. Ebenso müssen wir unserem Partner diese „Andersartigkeit“ erlauben, ohne dass wir uns direkt bedroht fühlen. Wir lassen Nähe nur dann zu, wenn wir uns für wichtig genommen und akzeptiert fühlen.
  
Privatsphäre:
 
Extrem Wichtig. Eigene Erfahrungen, unabhängig voneinander zu machen, ist enorm wichtig. Damit hält man sich in der Beziehung für den Partner interessant. Bei fehlender Anwesenheit des Partners, kann es zu Sehnsuchtsgefühlen kommen. Während beide für ein paar Stunden ihren Interessen nachgehen, erleben sie ihre Unabhängigkeit und stärken so ihr Selbstvertrauen. Beiden fällt es somit leichter, sich für ein Zusammenleben zu entscheiden. Ohne Freiräume, kann auch die längste Beziehung scheitern.
 
Sex:
 
Eine Partnerschaft steht sozusagen auf drei Beinen, die sich aus Kommunikation, emotionaler Nähe und Sexualität zusammensetzt. Sex ist also nicht nur abhängig von unterschiedlichen Bedürfnissen die man am Tag, oder aber in der Minute erlebt bzw. erlebte, sondern auch von Absprachen, die man zu Beginn einer Partnerschaft festgelegt hat. Fest steht jedoch, das Nähe und körperliche Berührungen auf jeden fall von Bedeutung sind. Auch wenn keine oder nur wenige Bedürfnisse zur Sexualität bestehen, kann eine Partnerschaft durchaus stabil und erfolgreich verlaufen. Schwierig jedoch wird es, wenn ein Teil mehr bzw. öfter nach Sexualität verlangt, als der andere. Hier sollten sich die Partner unbedingt zusammensetzen und darüber sprechen.
 
Gemeinsame Projekte:
 
Nicht nur eigene Aktivitäten sollten in einer Beziehung eine Rolle spielen, sondern auch gemeinsame Projekte, für die sich beide Partner interessieren, denn die Gemeinsamkeit stärkt die Beziehung und fördert die Kommunikation zwischen beiden Parteien. Jeder gemeinsame Erfolg stärkt die Beziehung und die Bindung zum Partner. Krisen, die erfolgreich bewältigt werden, wirken sich ebenso stärkend auf die Beziehung und auf die Partner aus. Der Partner hat somit das Gefühl, sich immer auf den anderen verlassen zu können. Eher schädlich ist es, wenn Paare grundsätzlich alles gemeinsam unternehmen. Unter Freunden verhält sich das Paar als Paar, sprich sie halten sich an die vereinbarten Rollen. Das Umfeld, also der Freundeskreis, verhält sich in Gegenwart eines Paares anders als zu einer einzelnen Person. Getrennte Aktivitäten, auch wenn diese nicht häufig stattfinden, fördert die Attraktivität des Partners und macht ihn für den anderen interessanter. Durch getrennte Aktivitäten erhält die Beziehung neue Impulse und der Partner bleibt interessant. Beide Partner bekommen die Bestätigung, dass sie auch ohne den anderen glücklich und zufrieden sein können. Hier macht es die richtige Mischung aus Nähe und Distanz, die eine dauerhaft gute Beziehung eben braucht. Freiräume und die eigene Privatsphäre, seien es auch nur für 5 Minuten, sind extrem wichtig.
 
Miteinander sprechen:
 
Vorwürfe, in der DU-Form sind hier fehl am Platze. Miteinander Reden heißt, grundlegend die ICH-Form anzuwenden. Man muss die Verantwortung für sein Denken, sein Verhalten und seine Gefühle übernehmen und diese klar vertreten können. Gespräche sollten grundsätzlich sachlich erfolgen und auf konkrete Situationen hingewiesen werden. Der Partner muss etwas mit den genannten Äußerungen anfangen können.
 
Zudem ist zu beachten:
- der Partner soll ehrliches Interesse an seinem Gegenüber zeigen
- jeder soll Gelegenheit haben, in Ruhe ausreden zu dürfen
- sich ohne Manipulationen und emotionale Erpressung zu äußern
- klare Grenzen setzen und Wünsche mitteilen
- Zugabe von Schwächen und Fehlern, sowie dem Anbieten von Kompromissen und Lösungsvorschlägen

Positive Bilanz ziehen:

In einer Beziehung  ist es wichtig, Wünsche offen und freizügig zu äußern und Enttäuschungen nicht auf ewig mit sich herum zu tragen. Gespräche sollten, wenn möglich, immer zu einem ruhigen Zeitpunkt stattfinden. Nicht nur Kritiken stärken eine Beziehung – nein auch positive Ereignisse wirken sich enorm beziehungsfördernd aus. Ernst zu nehmende Gespräche sollten immer mit einem positiven Ergebnis begonnen werden. Positive Ereignisse können sein: „Mir gefällt…“, oder „Ich mache folgende Dinge gern mit dir…“. Nach dem das Positive Ereignis geäußert wurde, sollte man zu den Wünschen übergehen und diese möglichst genau beschreiben z.B.: „Mir würde ein wenig mehr … gefallen“ oder „ ich würde so gern mit dir… machen“. Je genauer die Äußerungen, desto besser kann sich der Partner auf uns einlassen und diese Wünsche, wenn möglich erfüllen. Ebenso ist es von dem Partner keine Absicht, wenn dieser die Wünsche nicht erfüllt, denn dieser kann die Gedanken seines Gegenübers nicht lesen. Anforderungen und Routine des täglichen Alltags, lassen uns nicht immer die Zeit, uns in den Partner hineinzuversetzen. Erfüllt uns der Partner einen Wunsch, ist es für ihn wichtig zu wissen, dass sein guter Wille angekommen ist. Er wird unter anderem darin bestärkt, etwas Gutes für die Beziehung getan zu haben.

Wünsche, die von Partnern missachtet werden, sollten wir überdenken und deren Wichtigkeit prüfen. Auch hier müssen Kompromisse gemacht werden. Lohnt es sich, wegen eines missachteten Wunsches, eine Beziehungskrise hervor zu rufen? Ist das Bedürfnis unabdingbar, dann sollte ein Gespräch mit dem Partner gesucht werden, in dem diese Bedürfnisse erneut offen dargelegt werden. Man sollte den Worten Taten folgen lassen und dem Partner klar machen, dass dann auch einer seiner Wünsche nicht in Erfüllung gehen würde. Gegenseitiges Geben und Nehmen ist sehr wichtig.

In einer erfolgreichen Partnerschaft, lenken die Partner ihre Blicke nicht nur auf das, was ihnen fehlt, sondern auf das, was ihnen gefällt. Täglich versuchen beide Partner den anderen aufs Neue zu entdecken. Beide müssen bereit sein, Kompromisse und Entgegenkommen zu erlernen und dies in einer Partnerschaft umzusetzen. Jeder ist sich im Klaren darüber, dass dessen Wünsche und Träume nicht immer erfüllt werden können. Wüste Beschimpfungen, Vorwürfe, Racheakte und Rückzug, sind keine langfristige Lösung für eine erfolgreiche Beziehung.