Wenn aus Freundschaft plötzlich Liebe wird..., es scheint aus einem Liebesfilm entsprungen. Eine schöne Geschichte, die man immer wieder hört, denn sowas passiert tatsächlich. Doch wie oft bekommt man zu hören: Wenn aus Liebe langsam Freundschaft wurde? Damit beschäftigen wir uns in diesem Artikel. Denn die Welt besteht nicht nur aus Sonnenschein, man sollte sich auch über die Schattenseiten im Klaren sein.

Unterschiede zwischen Freundschaft und Liebe:
Zunächst sollte einmal festgehalten werden, was Freundschaft bzw, Liebe überhaupt bedeutet.
Von Freundschaft spricht man bei einer zwischenmenschlichen Beziehung, die vor allem auf Respekt, Vertrauen und Ehrlichkeit baut. Sie entsprechen den Grundsäulen einer Freundschaft, es spielen jedoch Zuneigung und Freiheit ebenfalls eine entscheidende Rolle.
Von Liebe spricht man auch bei einer zwischenmenschlichen Beziehung, die vor allem auf Respekt, Vertrauen und Ehrlichkeit baut. Hier spielen jedoch ebenfalls Leidenschaft und der Wunsch nach Bindung eine entscheidende Rolle.
Die wesentlichen Unterschiede zwischen Freundschaft und Liebe lassen sich also bei den Grenzen von Zuneigung - Leidenschaft und Freiheit - Wunsch nach Bindung erkennen.
Unter Freiheit verstehen wir in diesem Fall, dass beide Personen unabhängige Leben von einander führen und diese teilweise auch nur durch die Freundschaft verbunden werden, dadurch entsteht ein komplett ungezwungenes Miteinander.
Unter dem Wunsch nach Bindung verstehen wir, dass beide Personen den Wunsch haben, ihre beiden Leben zu verschmelzen, sprich aus zwei verschiedenen Lebensweisen eine zu schaffen, dadurch entsteht ein verbindliches Miteinander.

Das Ende einer Liebe:
In Beziehungen kommt es vor, dass sich im Laufe der Zeit eine Routine entwickelt. Darunter haben aber häufig nicht nur die gemeinsamen Unternehmungen zu leiden, sondern auch die Gefühle. Wenn man aufhört, das Gegenüber richtig wahrzunehmen, stumpfen irgendwann auch die Gefühle für diese Person ab. Das Abstumpfen der Gefühle bedeutet nicht, dass sie ganz aufhören zu sein, sondern, dass sie mit der Zeit an Bedeutung verlieren und gewissermaßen eine Stufe zurückkehren.
So lässt sich auch erklären, dass viele dieser Paare gar nicht in einer Krise stecken und sich einen Rosenkrieg liefern, weil sie nach einiger Zeit erst feststellen, dass die Gefühle für ihren Partner sich geändert haben.
Aus der Leidenschaft wurde Zuneigung, der Wunsch nach Bindung hat sich eventuell einfach aufgelöst oder wurde zu einem Bedürfnis nach mehr Freiheit.

Zurück zur Freundschaft:
Nun sind wir an dem Punkt angelangt, an dem wir sagen können, dass sich die Liebe langsam wieder in eine Freundschaft entwickelt hat, denn die wesentlichen Aspekte für Liebe lassen sich in dieser Beziehung schlichtweg nicht mehr erkennen. Das Vernünftigste ist dann natürlich, die Beziehung aufzulösen, denn man sollte nicht krampfhaft an etwas festhalten, was nicht mehr ist. Weil sich die Gefühle für das Gegenüber aber nicht einfach in Luft aufgelöst haben - und es wohl auch nicht werden, denn Erinnerungen an schöne Zeiten führen immer auch Gefühle mit sich - ist es nicht zwingend notwendig, getrennte Wege zu gehen. Wenn beide Personen den Standpunkt vertreten, die gemeinsame Zeit nicht aufgeben zu wollen und ihr Verhältnis auf freundschaftlicher Basis weiterführen zu wollen, sollten sie dies auch tun.
Gibt es eine schönere Möglichkeit, eine Beziehung ausklingen zu lassen?