Paare sprechen häufig davon, sie hätten sich auseinander gelebt. Es gebe keine Gemeinsamkeiten mehr, es werde kaum noch etwas miteinander unternommen. Da stellt man sich auch die Frage, wie das passieren konnte. Im Allgemeinem ist die Antwort folgende:
Wenn man bereits für längere Zeit eine Beziehung führt, kommt es leider oft vor, dass sich alles zur Routine entwickelt. Es entsteht ein Alltag und nach einer gewissen Zeit gehört auch der Partner nur noch zur Routine; man sieht sich als selbstverständlich an. So passiert es auch, dass man die Kommunikation mit dem Partner schleifen lässt. Schließlich kenne man sich ja gegenseitig auswendig, wozu sollte man dann noch Fragen stellen?
Daraus bildet sich schließlich auf beiden Seiten Frustration. Denn die Annahme, man kenne sich in- und auswendig, ist falsch. Die Partner entwickeln sich im Laufe der Zeit beide weiter, aber wenn nicht mehr miteinander gesprochen wird, fühlt man sich vernachlässigt, der Partner scheint desinteressiert. Oftmals sehen die Beteiligten nur noch einen Ausweg: die Trennung.

Um diese Entwicklung zu vermeiden, haben wir einige grundlegende Tipps zusammengestellt, um der Trennung durch entstandene Routine vorzubeugen:

Aufmerksamkeit: Du fühlst dich von deinem Partner vernachlässigt? Bestimmt geht es auch deinem Gegenüber nicht anders. Du solltest ihm/ihr zeigen, wie viel dir eure Bindung bedeutet. Dies zu beweisen, fängt schon damit an, deinem Partner zuzuhören. Unterhaltet euch doch mal wieder richtig und zeige dabei ehrliches Interesse. Wenn er/sie merkt, dass du ihn/sie wahrnimmst und Interesse zeigst, so wird dein Partner dir diese Aufmerksamkeit bestimmt auch wieder schenken.


Wertschätzung: Erinnerst du dich an den Beginn eurer Beziehung? Zu dieser Zeit gab es eine Menge Sachen, die dir an deinem Partner besonders gefallen haben. Versuche, sie dir wieder bewusst zu machen und auf die jetzige Situation zu übertragen. Oder stell dir einmal vor, was dir ohne deinen Partner fehlen würde. Denn nach einer gewissen Phase in der Beziehung beginnt man, den Partner als selbstverständlich zu sehen und vergisst dessen Vorzüge. Ändere das, indem du ihm/ihr deutlich machst, was du alles zu schätzen weißt und nicht vermissen möchtest.


Toleranz: Die Fehler deines Partners scheinen dir fast unerträglich? Das liegt höchstwahrscheinlich daran, dass du ihm/ihr gegenüber immer weniger tolerant wirst. Versetze dich noch einmal in die Anfangsphase eurer Bindung und entsinne dich der Fehler deines Partners. Zu dieser Zeit warst du gerne bereit, darüber hinwegzusehen. Du solltest deine Einstellung also ändern. Werde ihm/ihr gegenüber offener. Denn jeder Mensch hat Fehler und damit umzugehen zeigt, wie viel dein Gegenüber dir wert ist.


Gemeinsamkeiten: Dir fällt auf, dass ihr euch immer mehr voneinander wegbewegt? Dies äußert sich vor allem in verschiedenen Freundeskreisen, Interessen, Lebenseinstellungen und weiterem. So hat man sich auch weniger zu erzählen, falls der Partner nicht das nötige Interesse am Gegenüber zeigt. Dem ist aber Abhilfe zu verschaffen. Sucht euch etwas Gemeinsames, was ihr gerne miteinander unternehmen wollt. Denn dies fördert nicht nur die Kommunikation, man fühlt sich auch wieder verstanden und verbunden. Außerdem hat die Sache noch einen guten Nebeneffekt: Es weht frischer Wind in der Beziehung. Abwechslung trotzt der gefährlichen Routine.

Besonders wichtig ist aber, dass du nicht das Risiko eingehen solltest, darauf zu warten, dass dein Partner den ersten Schritt für eine Besserung macht. Wenn du wirklich etwas ändern willst, dann solltest du die Sache ganz einfach selbst in die Hand nehmen!